Radevormwalder Klima-Café

(Information der Stadt Radevormwald) Die Stadt Radevormwald baut ihre kommunalen Aktivitäten im Klimaschutz aus.

Ende des Jahres 2011 wurde daher die Gertec Ingenieurgesellschaft aus Essen mit der Erarbeitung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes beauftragt. Dieses ermittelt die heutigen CO2-Immissionen in Radevormwald, zeigt Einsparpotentiale auf und formuliert realistische Einsparungsziele. Zudem werden Vorschläge und Handlungsempfehlungen zur Energieeinsparung und einer größeren Energieeffizienz für die Stadt Radevormwald erarbeitet.

Um möglichst viele Radevormwalder in den Klimaschutzprozess einzubinden, lädt die Stadt Radevormwald zu einem „Klima-Café“ am 23. Mai ab 18.30 Uhr in das Foyer des Bürgerhauses ein. Hier können Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Politik, Handel, Gewerbe, Verbänden, Verwaltungen und insbesondere aus der Bürgerschaft ihre Ideen und Anregungen zum lokalen Klimaschutz in gemütlicher Atmosphäre einbringen.

Vier verschiedene Themenschwerpunkte werden diskutiert: „Energieversorgung und Erneuerbare Energien“, „Energieeffizienz im Gebäudebestand – Potenziale erschließen“, „Klimafreundliche Mobilität in Radevormwald“ und „Energieeffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen“.

Am Klima-Café kann jeder Interessierte teilnehmen. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr und wird etwa um etwa 21.30 Uhr beendet sein. Ein kleiner Imbiss steht bereit. Die Teilnahme ist kostenlos.

Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung bis zum 18. Mai bei Frau Sylvia Schwanke, E-Mail sylvia.schwanke@radevormwald.de, Tel. 02195 / 606 150 notwendig.

Flyer „Klima-Café“

Piratenpartei NRW wird Programm umfassend erweitern

Nachdem die Piratenpartei NRW Ende März in Münster ihre Landtagskandidaten nominiert hat, steht am 14. und 15. April die Verabschiedung des Wahlprogramms an. Auf einem weiteren außerordentlichen Parteitag im Dortmunder Dietrich-Keuning-Haus werden rund 400 Piraten aus ganz Nordrhein-Westfalen erwartet. Wie üblich bei den Piraten hat jedes Parteimitglied Antrags- und Stimmrecht, ein Delegiertensystem gibt es bei den Piraten nicht.

„Die Zeit seit der NRW-Wahl 2010 haben wir nicht nur genutzt, um unsere Parteistruktur auszubauen. Es wurde auch kräftig inhaltlich gearbeitet“, sagt Kai Schmalenbach, 2. Vorsitzender der Piratenpartei NRW. Als Resultat stehen auf dem Landesparteitag am Wochenende mehr als 200 Anträge zum Wahlprogramm und diverse Positionspapiere zur Abstimmung. „Die Anträge beweisen: Das Vorurteil, Piraten haben kein politisches Konzept und Programm, ist Unsinn“, so Schmalenbach. „Wir können und wir werden mitreden, wir wollen gestalten und nicht blockieren.“

Die vorgelegten Anträge für das Grundsatz- und Wahlprogramm der Piraten NRW ziehen sich durch die verschiedensten politischen Themenfelder. Zentrale Themen sind unter anderem die Bildung und der Verbraucherschutz sowie innenpolitische Vorschläge und der Öffentliche Personen-Nahverkehr. Zudem schlagen die Piraten eine Neuregelung des Stiftungsrechtes sowie eine Rücknahme der „Lex Bertelsmann-Stiftung“ vor. Zu wirtschafts- und finanzpolitischen Themen sind ebenfalls eine Vielzahl von Anträgen und Positionspapieren vorbereitet.

„Mit der Piratenpartei NRW wird eine seriöse Haushaltspolitik möglich sein – allerdings auf einer offeneren Basis als bisher. Es geht nicht, dass der Wähler sich vor dem Finanzamt bis aufs Hemd ausziehen muss, die Verwendung der Steuergelder aber für Personen außerhalb der Parlamentsausschüsse in keinster Weise nachverfolgbar ist“, sagt Robert Stein, Listenkandidat und Sprecher des AK Wirtschaft und Finanzen der Piratenpartei NRW. Der Landesverband setzt sich daher für Open Data in der Verwaltung ein, insbesondere für den Haushalt. Mehr von diesem Beitrag lesen

25 Jahre Tschernobyl – Deutschlandweit Großproteste

Daten und Fakten: So sicher ist Atomkraft

5 Reaktorunglücke wie in Tschernobyl:

  • 1 x in Tschernobyl, 25. April 1985
  • 4 x in Fukushima, 11. März 2011
  • Theoretische Wahrscheinlichkeit einer Kernschmelze:
    1 mal in 33.300 Jahren
  • Tatsächliches Auftreten einer Kernschmelze:
    9 mal in 65 Jahren, also
    1 mal alle 7 Jahre
    1,8 % aller kommerzieller Kernkraftwerke haben bisher eine Kernschmelze erlitten.
  • Alle 22 Monate geschieht ein Unfall in einer kerntechnischen Anlage
  • 30 bekannt gewordene Störfälle in Europa in 40 Jahren bis 2006
  • 30 bekannt gewordene Störfälle in Europa in den Jahren 2007 bis 2011
  • Mehrfach bestand die Gefahr der Kernschmelze
  • 1166 Zwischenfälle in Deutschland seit dem Jahr 2000
  • … Wann macht Dein Kraftwerk den Fukushima?

Risiko AKW

Das Leid und die Gefahren, denen die Menschen in Japan derzeit ausgesetzt sind, sprengen die Vorstellungskraft aller, die so etwas glücklicherweise noch nicht erleben mussten. Mein erster Gedanke gilt diesen Menschen. Doch auch unter diesen Umständen dürfen wir es nicht aus falsch verstandener Pietät unterlassen, kritisch zu beobachten, welche Konsequenzen die deutsche Bundesregierung aus den tragischen Ereignissen zieht.

Mit Entsetzen, aber ohne wirkliche Überraschung habe ich die Nachricht von den drohenden beziehungsweise stattfindenden Kernschmelzen und weiteren Problemen im japanischen Kernkraftwerk Fukushima aufgenommen. Wie vielen anderen waren auch mir die Risiken der Kernenergie schon vorher bewusst. Die Schwere des Unfalls, die bereits jetzt erkennbar ist, aber immer noch nach oben offen scheint, macht mich dennoch fassungslos, ebenso die mehr als eindrückliche Demonstration unserer Unfähigkeit, eine von uns selbst entwickelte Technologie auch im Ausnahmefall zu beherrschen. Eigentlich sollte die Katastrophe von Tschernobyl uns bereits gezeigt haben, dass Maschinen, die zu langanhaltender, allumfassender Zerstörung fähig sind, nicht vollständig abgeschaltet werden können und deren Kontrolle uns bereits durch kleine Fehler irreversibel entgleiten kann, nichts auf der Erdoberfläche zu suchen haben. Aber wie das so ist, hat in einem kapitalistischen System der Profit grundsätzlich Vorrang vor der Sicherheit. Das gilt auch für Deutschland, und so ist, vermutlich auch aufgrund signifikanter Mengen an Korruption, letzten Endes jede Gefahr von offizieller Seite dementiert und der bereits beschlossene Atomausstieg effektiv wieder aufgehoben worden.

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