Schulpolitik in Radevormwald, wichtige Termine zur Entwicklung der weiterführenden Schulen

Hier wieder ein Beispiel wie „offen und transparent“ die Politiker in Radevormwald arbeiten, die Diskussion findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt:

Die Schulleiter haben sich auf ein Konzept zur Sekundarschule geeinigt. Der darüber hinaus mit den stimmberechtigten Fraktionen abgestimmte vorgesehene Zeitplan aus Sicht des Schulausschusses sieht nun wie folgt aus:

Mittwoch 29. Mai 2013 im Foyer des Bürgerhauses

(öffentlich) 18.00 bis 19.30 Vorstellung der Schulformen und des Ergebnisses der Rektorenkonferenz
Verständnisfragen der Bürger – Referentin Frau Marter-Dumsch, Moderation Thomas Lorenz

(nicht öffentlich) 19.30 bis 21.00 Diskussion nur der Fraktionsmitglieder aller Fraktionen gemeinsam mit Frau Marter-Dumsch

Montag 10. Juni 17:00 in der Aula der Geschwister-Scholl-Schule

(öffentlich) ASK (Auschuss für Schule und Kultur)

Dienstag 18.Juni 16:00 im Saal des Bürgerhauses

(öffentlich)   Stadtrat

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Schulpolitik – Wohin geht die Entwicklung in Radevormwald

Ein Diskussionsanstoß von Felix Staratschek

Die folgenden Zeilen sind meine Privatansicht und geben nicht zwingend Ansichten der Alternativen Liste (AL) wieder.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Radevormwald schafft sich ab. Denn die Zahl der Kinder reicht nicht aus, die wegsterbenden älteren Menschen zu ersetzen. Dieses Umzug der Bevölkerung auf den Friedhof wird in der Regel mit dem Tarnbegriff „demographischer Wandel“ umschrieben. Dessen Chancen müssen genutzt werden, heißt es immer wieder. Aber mal ehrlich, welche Chance bietet das Aussterben. Zwar ist das ein Aussterben auf Raten, so dass es auch durch einen Wertewandel eine andere Entwicklung geben kann, aber akut ist diese nicht in Sicht.

Ungefähr 150 Schüler werden zur Zeit in Radevormwald pro Jahrgang eingeschult. Wenn es dabei bleibt, hat Radevormwald in 80 Jahren nur noch 12.000 Einwohner. Um den Stand von 23.000 Einwohnern zu halten, müssten in Radevormwald jährlich 290 Schüler eingeschult werden. Und diese Entwicklung betrifft ja nicht nur Radevormwald, sie betrifft fast ganz Europa. Europa hat keine Chance, als die Mutterschaft deutlich aufzuwerten durch ein Erziehungsgehalt. Kritiker der Rentenreform von Konrad Adenauer forderten schon damals eine Kinderrente, um den Generationenvertrag komplett zu machen. Dies darf keine Strategie sein, dass Frauen zurück an den Herd müssen. Aber die Kinderpause, die auch in der Zukunft überwiegend Frauen haben werden, darf nicht mehr zu Nachteilen im Arbeitsleben führen. Ohne Mutter würde keiner von leben. Warum also keine Mütterquote in Unternehmen, damit die nach der Kinderpause wieder in der Wirtschaft Fuß fassen können. Diese Quote soll natürlich auch für Väter gelten, die eine Kinderpause eingelegt haben, aber die werden die Minderheit stellen. Darüberhinaus hat die Politik viel zu viele prekäre Arbeitsverhältnisse zugelassen, die die Familiegründung erschweren.

Aber nun zurück zu Radevormwald. Hier können wir die globalen Probleme der Familienpolitik nicht ändern und müssen mit dem uns arrangieren, was aus Düsseldorf, Berlin, Brüssel und durch andere Verträge (UNO) uns vorgegeben wird. Und da muss die Entjüngung unserer Gesellschaft organisiert werden. Weniger Kinder heißt auch weniger Schüler. Und wenn dann noch die Schulform Hauptschule immer weniger Anmeldungen bekommt, kann diese Schule nicht mehr lange gehalten werden. Deswegen hat die Stadt Radevormwald sich Rat geholt, der auch nichts anderes tun kann, als diese Entwicklung aufzuzeigen. Bei einer gemeinsamen Fraktionssitzung von AL, UWG und SPD wurden die Zahlen vorgestellt. Und mir sind die Zahlen noch zu optimistisch. Denn die Vorhersage der Schülerentwicklung zeigt eine sich abflachende Kurve. Diese würde aber so nur erreicht, wenn die Geburtenrate von jetzt 1,4 Kinder pro Frau auf 2,1 Kinder pro Frau steigen würde. Solange aber dies nicht in Sicht ist, sind mir die Zahlen der Schuluntersuchung viel zu positiv. Bei 1,4 Kindern pro Frau schrumpft jede Generation im Vergleich zur vorhergehenden Generation um ein Drittel. Ein sofortiger Anstieg der Kinderzahl auf 2,1 Kinder pro Frau im gebärfähigen Alter würde nur dazu führen, dass sich die Anzahl dieser Generation erhält. Das heißt, die 150 Kinder, die jetzt zur Schule gehen würden auch nur 158 Kinder hervorbringen und nicht 290, die nötig wären, um den heutigen Bevölkerungsstand zu halten. Dafür wären kurzfristig ca. 4 Kinder pro Frau im gebärfähigen Alter nötig. nach und nach müsste sich dann die Zahl der magischen 2,1 nähern, die stabile Gesellschaften ermöglicht. Das Schrumpfen der Bevölkerung ist also nicht mehr aufzuhalten. Es stellt sich nur die Frage, schaffen wir eine Bremsung, um Radevormwald bei 15.000 bis 10.000 Einwohnern zu halten oder wird der Sturz ins Bodenlose gehen. Bleibt es bei 1,4 Kindern pro Frau werden wir in 20 Jahren nur noch 90 Kinder pro Jahrgang haben und in 40 Jahren nur noch 54 Kinder.

Radevormwald ist schulpolitisch eine Insellage. Wir haben kaum eine Chance Schüler aus Lennep, Hückeswagen oder Halver mit unseren jetzigen Schulen oder der Sekundarschule zu gewinnen. Radevormwald kann also sein Schulwesen nur mit eigenen Kindern aufrecht erhalten oder muss Schulen anbieten, die die Nachbarorte nicht haben. Mehr von diesem Beitrag lesen

MDL Stein: Landesregierung verschleiert unzureichende KITA-Finanzierung

 

MdL Robert Stein, Piratenfraktion, ist besorgt über die unzureichende Finanzierung der Kindertageseinrichtungen in NRW. Er wirft der rot-grünen Landesregierung vor, die Menschen über die Notwendigkeit weiterer Zuwendungen – etwa für Bastelmaterialien etc. – im Rahmen der Kinderbetreuung zu täuschen.

Aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage Steins, die heute unter der Drucksachennummer 16/441 veröffentlicht wird, geht hervor, dass KiTas ausschließlich als Essensgeld gesonderte Bargeldbeträge erheben dürfen. Die gängige Praxis sieht aber anders aus: „Auch für Bastelmaterialien, Spielgeräte und Ähnliches müssen Eltern zusammenlegen. Dies ist ein eindeutiger Hinweis auf die mangelhafte Ausstattung der entsprechenden Einrichtungen“, erklärt Stein. „Es ist verantwortungslos, den Menschen, insbesondere den Eltern, vorzugaukeln, dass die Finanzierung der Kinderbetreuung gesichert sei. Im Gegenzug sehen sich aber die KiTas gezwungen, zusätzlich zum monatlichen einkommensabhängigen Beitrag Bargeld von den Eltern einzusammeln, um den täglichen Betrieb der Einrichtungen sicherzustellen. Dies ist eine nicht zu akzeptierende Belastung für breite Schichten in unserer Bevölkerung.“

Stein hofft weiterhin, dass die rot-grüne Regierung ihre mangelhafte Finanzierung der kommunalen Träger endlich eingesteht und nachbessert. Es nütze nichts, die Augen vor dieser Tatsache zu verschließen. Mit Blick auf Skandinavien wird klar: Andere Staaten haben bereits die Wichtigkeit der frühestmöglichen Förderung erkannt, die nur über eine sichere finanzielle Ausstattung hinreichend sicher gestellt ist. Stein: „NRW darf hier keine weitere Zeit verlieren.“

(Pressemitteilung Piraten Landtagsfraktion NRW)

Liquid News 15. Juli 2012

In den letzten 7 Tagen wurden im bundesweiten LiquidFeedback-System 37 neue Themen mit 62 Initiativen und 145 Anregungen angelegt. 13 Abstimmungen haben begonnen, 12 Abstimmungen wurden beendet. In den Liquid News stellen wir euch jede Woche einige interessante Initiativen vor. Wichtiger Hinweis: Auf Bundesebene haben die Ergebnisse von LiquidFeedback-Initiativen keinen offiziellen Status.

Was war

Pflege-Bahr nein danke. Das von der Bundesregierung beschlossene Gesetz zur Förderung der privaten Zusatz-Pflegeversicherung wird von einer deutlichen Mehrheit der Piraten im Liquid Feedback abgelehnt.

Gegen Alkoholverbote. Die Piraten in Liquid Feedback sprachen sich gegen gesetzliche Verbote von Alkoholkonsum im öffentlichen Personennahverkehr aus, beziehungsweise fordern die Abschaffung solcher Konsumverbote in Bundesländern mit bereits bestehenden entsprechenden Regelungen.

Lebensmittel Transparenz. Wenn ein Lebensmittel Ei enthält, sollte die Herkunft (Ort und Art der Hühnerhaltung) der verarbeitetend Eier klar angegeben werden. Dafür sprachen sich die Piraten im Liquid Feedback aus.

Piratentransparenz. Mehrheitlich fordern die Piraten im Liquid Feedback von ihren Vorständen, Abgeordneten und Mandatsträgern, dass diese ihre Bezüge, Nebeneinkünfte und eventuelle Sonderzahlungen offenlegen. Ebenso sollten alle Treffen mit Lobbyisten und Interessensvertretern sowie gesellschaftliche, politische Abende genau dokumentiert werden.

Was wird

Informatik als Pflichtfach? Sollte sich die Piratenpartei für ein Schulfach Informatik in allen Schulformen einsetzen? Die Abstimmung dazu läuft. Passend dazu wird zeitgleich nach eurer Meinung gefragt, ob Maschinenschreiben gleichberechtigt zum Unterricht in der Handschrift in der Schule vermittelt werden sollte. Mehr von diesem Beitrag lesen

Piraten sehen Licht und Schatten im Koalitionsvertrag

Die Piratenfraktion im Landtag NRW sieht Licht und Schatten im Koalitionsvertrag, den SPD und Grüne ausgehandelt haben. „Wir sind erfreut darüber, dass wir mit vielen Punkten aus unserem Wahlprogramm offenbar Gehör bei der künftigen Regierungskoalition gefunden haben“, so Daniel Düngel MdL, Pressesprecher der Fraktion. „Wir werden die rot-grüne Koalition in diesen Punkten sicher unterstützen können.“

Positiv fällt auf, dass im Koalitionsvertrag auffällig oft von Transparenz die Rede ist. Zudem sind die Ansätze im Bereich der direkten Demokratie und die geplante Absenkung des Wahlalters im Sinne der PIRATEN. Erfreulich ist zudem, dass Rot-Grün der Bildungspolitik einen ähnlich hohen Stellenwert beimisst und dort deutlich investiert werden soll. Besonders die Einstellung zusätzlichen Personals in Schulen, um Lehrkräfte von verwaltungs- und unterrichtsfremden Aufgaben zu entlasten, entspricht einer Forderung aus dem Wahlprogramm der Piratenpartei. Der Schulfrieden allein bietet nichts Positives, hier fehlen Ergänzungen zur freiwilligen Weiterentwicklung von Schule.

Dem Thema Verbraucherschutz soll ein höherer Stellenwert zukommen, wenngleich die Regierungskoalition hier nicht so weit gehen möchte, diesen Bereich in der Verfassung zu verankern oder dem Verbraucherschutz gar ein eigenes Ministerium zu widmen. Den Zielen der PIRATEN entsprechen auch die Einführung einer Kennzeichnung für Polizisten, das geplante Modellprojekt zur Schaffung freier Lerninhalte, die Initiative zur Einrichtung eines OpenData-Portals des Landes NRW und die Absicht, den Einsatz von freier Software stärker zu berücksichtigen. Mehr von diesem Beitrag lesen

Schulministerin verbreitet sexistische Klischees – Piraten lehnen Trennung nach Geschlecht im Unterricht ab

20120608-202214.jpgMit ungläubigem Erstaunen haben die NRW-Piraten vernommen, dass Bildungsministerin Löhrmann (Grüne) in einigen Schulfächern eine pauschale Trennung nach Geschlecht wieder einführen will. [1).

Errneut wird ein Symptom behandelt, statt die Ursachen zu beseitigen. „Es ist unbestritten, dass in vielen Schulen dem Unterricht gerade in den naturwissenschaftlichen Fächern der Praxisbezug fehlt. Dies kann jedoch nicht dadurch ausgeglichen werden, dass die Schüler nach Geschlechtern unterteilt werden“, äußert sich Klaus Hammer, Koordinator im Arbeitskreis Bildung NRW. „Die Aussage der Ministerin, dass Mädchen sich eher mit Chemie anfreunden könnten, wenn sie wüssten, dass man damit Kosmetika herstellen kann [1], ist besonders peinlich“, sagt Hammer weiter.

Der Landesverband NRW der Piratenpartei teilt dieses bemerkenswert sexistische Klischee nicht. Löhrmanns Vorschlag führt in die falsche Richtung. Es ist gut und sinnvoll, Schülern entsprechend ihrer Interessen und ihrer Vorkenntnisse Bildungsangebote zu machen. Die Geschlechtertrennung löst nicht die Probleme, die durch fehlende Qualität des Unterrichts entstehen.

„Frau Löhrmann kann sich nicht an die Spitze der Integrations- und Inklusionsbewegung stellen wollen und dann solch einen Rückschritt in die Geschlechtertrennung vollziehen“, sagt Hammer.

Der Landesverband NRW der Piratenpartei begrüßt die Diskussion über differenzierte Bildungsangebote. Die Teilnahme darf aber nicht vom biologischen Geschlecht abhängig gemacht werden. Schüler müssen selbst wählen dürfen. Den Reformvorschlag der Bildungsministerin lehnen die NRW-Piraten als antiquiert ab.

Quellen:

[1] http://www.welt.de/regionales/duesseldorf/article106413713/NRW-Schulministerin-fordert-getrennten-Unterricht.html

(Pressemitteillung Piratenpartei NRW)

Liquid News 3. Juni 2012

In den letzten 7 Tagen wurden im bundesweiten LiquidFeedback System 68 neue Themen mit 86 Initiativen und 260 Anregungen angelegt. 27 Abstimmungen haben begonnen, 10 Abstimmungen wurden beendet. In den Liquid News stellen wir euch jede Woche einige interessante Initiativen vor. Wichtiger Hinweis: Auf Bundesebene haben die Ergebnisse von LiquidFeedback-Initiativen keinen offiziellen Status.

Was war

PostPostGender. Deutlich sprachen sich die Piraten im LiquidFeedback gegen eine Einstufung der Piraten als Postgender aus. Auch wenn man die fremdbestimmte Zuordnung zu einem Geschlecht ablehnt und das Geschlecht als Merkmal nicht mehr durch staatliche Stellen erheben lassen will, so existieren trotzdem noch unterschiedliche Geschlechter und verschiedene Geschlechtsidentitäten. Viele Menschen in unserer Gesellschaft sind durch die an ihr Geschlecht geknüpften Rollenbilder und Erwartungshaltungen in ihrer individuellen Freiheit und ihren Entfaltungsmöglichkeiten eingeschränkt, geschlechtsbezogene Diskriminierung ist nach wie vor ein Zustand, den es zu bekämpfen gilt.

Luftverschmutzung. Große Firmen sollten im Umkreis ihrer Fabriken Luftverunreinigungen messen und diese Daten veröffentlichen. Diese Idee fand Zustimmung unter den LiquidFeedback Benutzern.

Demonstration. Im Schnellverfahren fand sich eine Mehrhe Mehr von diesem Beitrag lesen