Überwachungstrend in Radevormwald

Die Stadtverwaltung ist im Bauausschuss und im Stadtrat beauftragt worden zu prüfen, ob auf dem Markt Kameras aufgestellt werden dürfen. Im Stadtrat fragte der CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Viebach, ob Leerrohre für Kameras liegen.

In den letzten Jahren wurde, vor allem um Geld zu sparen, statt auf Polizisten mehr und mehr auf Kameras gesetzt. Doch Videoüberwachung hilft nicht gegen Kriminalität – sie dokumentiert. Nur Polizei vor Ort kann durch aktives Eingreifen ein Verbrechen verhindern. Diese Entwicklung wird deswegen durch die Piratenpartei kritisch bewertet. Kameras sind, für jeden Bürger sichtbar, ein Symbol dass er mehr eingegrenzt wird in seiner Freiheit und dass der Staat eine stärkere Unterordnung des Bürgers fordert.

Auch verhindern Kameras Straftaten nur selten. Oft verschieben sich deren Austragungsorte nur. Stellt man zum Beispiel eine Überwachungskamera auf damit der neue Marktplatz nicht beschmutzt wird so wird dies auch funktionieren, aber trotzdem wird weiter beschmutzt. Den Schaden hat dann eben ein anderer. So tauscht man dann langsam aber sicher den gepflegten Marktplatz gegen seine persönliche Freiheit ein.

Bürgerliche Freiheit bedingt, dass Sie sich jederzeit frei und unbeobachtet bewegen können. Wer diese Freiheit gegen die Kosten von Reinigungen aufrechnet, glaubt vermutlich auch, dass sich der Wert von Demokratie und Freiheit in Geld ausdrücken lässt.

Wir PIRATEN fordern:

  • Abbau jeglicher Videoüberwachung in öffentlichen Räumen
  • Verbot von Kameras in Gaststätten, Biergärten und ähnlichen Betrieben
  • Polizeipräsenz statt Kontrolle durch Kameras
  • Klare Kennzeichnung von Geschäften, die Ihre Gäste und Kunden im Innenbereich überwachen. Gut sichtbare Angaben zur Anzahl der betriebenen Kameras und Nennung der eigenen Motivation sowie der rechtlichen Grundlagen
  • Entschlossenes Vorgehen gegen jede Kamera, die unerlaubt im öffentlichen Raum angebracht wird
Advertisements

One Response to Überwachungstrend in Radevormwald

  1. Sabrina Schmidt says:

    Politik ist doch was wunderbares. Dennoch sollte man vorher das für und wieder abschätzen.
    Die Kennzeichnung von Videoüberwachung ist unlängst Pflicht. Selbst wenn die Anzahhl und der Grund der Videoüberwachung Nennungspflichtig wird, es wird niemand davon Notiz nehmen. Bei der ständigen Reizüberflutung der man Heut zutage ausgesetzt ist, bringt dieses ansinnen nichts. Ausser den Politikern, die für Sitzungen etc. das entsprechende Geld bekommen. Mehr Polizei? Wäre wünschenswert. Damit hat die UWG in Radevormwald in ihren Anfängen tüchtig Wählerstimmen kassiert. Polizisten sind Staatsbedienstete. Sie Kosten dem Steuerzahler Geld. Ist der Steuerzahler auch bereit, in diese Sicherheit zu investieren? Videoüberwachung in Gaststätten etc. soll potentielle Täter überführen, die Spass an der Zerstörungswut haben. Ist der Kunde bereit den Preis für diese Zerstörung zu zahlen? Immerhin müssen die Zerstörten Sachen wieder repariert werden.
    Alles in allem kein gründlich durchdachter Ansatz.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: